Filmkritik: Wrong Turn – The Foundation

Titel: Wrong Turn – The Foundation
Studio: Universal Pictures Germany
Spieldauer: 1 Stunde und 46 Minuten
FSK: 18 Jahre
Genre: Horror
Trailer

Beschreibung

Ein Reboot zur Kult-Horror-Reihe “Wrong Turn”Weicht niemals vom Pfad ab, unter keinen Umständen!Jen (Charlotte Vega) und ihre fünf New Yorker Freunde begeben sich auf einen Campingausflug in die Appalachen von West Virginia. Bei einer Wanderung verlassen sie trotz eindringlicher Warnungen den ausgewiesenen Weg und betreten das Reich der Foundation – ein 150 Jahre alter Kult, der sich einst im Förderationskrieg isolierte, um in der Wildnis eine neue Gesellschaft aufzubauen.Die alteingesessene und brutale Gemeinschaft von Siedlern schätzt keine Eindringlinge – um ihre eingeschworene, erzkonservative Zivilisation zu schützen, ist ihnen jedes Mittel recht. Während für Jen und ihre Freunde ein Kampf ums Überleben beginnt, macht sich ihr Vater Scott (Matthew Modine) auf die Suche nach seiner vermissten Tochter. Er könnte ihre letzte Chance sein, diesem Albtraum zu entkommen.Eine blutrünstige Jagd lässt nicht lange auf sich warten…

 

 

Kritik

Ich glaube fast jeder der gerne Horrorfilme schaut der kennt die Filmreihe “Wrong Turn”. Bereits bei den Trailern hatte ich das Gefühl, dass wir es hier eventuell nicht mit der “üblichen” Storyline zu tun haben werden, daher waren meine Erwartungen nicht so groß.

Der Einstieg an sich ist mir in den Film wieder sehr gut gelungen, weil es eine kleine Anleitung gibt und es ziemlich schnell spannend und interessant wird. Wir haben hier das typische Klischee das sich junge Erwachsene auf einen Camping- bzw. Wandertrip machen und dabei vom richtigen Weg abweichen und so fängt das “Abenteuer” an.

Die Kulissen finde ich sehr gut gewählt. Der Wald wirkt schon etwas beängstigend und sehr weitläufig, daher habe ich den Figuren abgekauft das man sich dort ziemlich schnell verlaufen kann.

Die Schauspieler haben eine sehr gute Arbeit geleistet, weil ich ihnen ihre verkörperte Rolle total abgenommen habe. Die Emotionen sind sehr gut vermittelt worden. Wir haben es hier mit ganz unterschiedlichen Charakteren zu tun und das hat etwas Abwechslung gebracht.

Die Geschichte wird größtenteils aus der Perspektive der sechs jungen Erwachsenen dargestellt  und was sie erlebt haben. Ab und an gibt es einen Wechsel und man sieht was bei dem Vater von Jen vor sich geht, weil er sich auf die Suche nach seiner Tochter macht. Den Wechsel habe ich als nicht störend empfunden, sondern sogar als wichtig.

In den bisherigen Teilen der Reihe gab es eher blutdurstende Gestalten die eher an Kannibalen erinnern. Diese suchen wir hier vergebens, obwohl diese Figuren die Reihe bisher ausgemacht haben. In jedem Teil konnte man diese Figuren sehen und spielten eine große Rolle. Hier übernimmt der “böse” Part eine Gruppe die sich “Die Foundation” nennt und erinnerte mich eher an eine Sekte. Die Regeln sind dort klar und sie trotzen auch keinen brutalen Akt. Es war jedenfalls sehr interessant diese “Sekte” näher kennenzulernen …

Für mich ist es kein typischer Horrorfilm, weil richtige Ekelszenen oder brutale Szenen eher aus bleiben.Zwei bis drei Szenen waren etwas brutaler als erwartet und haben auch das Gefühl von Horrorfilm hervorgerufen, aber allgemein muss ich sagen das es in diesem Teil eher “ruhiger” zugeht.

Für mich war der frische Wind genau das richtige was diese Filmreihe benötigt hat. Wer will denn immer wieder das selbe abgelutschte Zeug sehen? Genau, keiner… Außer vielleicht die Fans die gerade das “abschlachten” an der Filmreihe geliebt haben. Für mich jedenfalls waren die neuen Elemente zumindest genau das richtige und absolut erfrischend und spannend. Ich hatte bis zum Schluss mitgefiebert wie die Geschichte rund um Jen enden wird.

Das Ende war in Ordnung und hat mir gefallen, weil es nicht zu sehr offen gehalten wurde und trotzdem einen Spielraum lässt um einen weiteren Teil zu drehen.

 

 

Fazit

“Wrong Turn – The Foundation” ist kein Abklatsch der bisherigen Filmreihe, sondern überzeugt und glänzt mit frischen Elementen und neuem Wind. Die Handlungen sind anders, aber nehmen trotzdem nichts von der Spannung die man bisher von den ersten Teilen gewohnt war. Eine neue Ära dieser Filmreihe beginnt und sie ist meiner Meinung nach sehr gelungen. Ich kann den Film auch für Zuschauer empfehlen die sonst keine Horrorfilme schauen, weil es wirklich nur zwei bis drei brutalere Szenen gibt. Einen Abzug gibt es dennoch, einfach weil hier mit der Filmreihe “Wrong Turn” Werbung gemacht wird und wir hier eigentlich kaum alte Elemente wiederfinden können und das für “richtige” Fans sicherlich schmerzlich sein wird.

 

 

 

 

 

 

Cover: Universal Pictures Germany

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4 Kommentare

    1. Author

      Ja, weil hier wirklich die Horrorelemente in Grenzen gehalten sind und somit ein Lesegenuss für nicht Horrorfans wär.

  1. Ich kenne den ersten Teil und ich glaube auch den zweiten, aber diesen hier noch nicht! Ich muss zugeben, dass ich die Kreaturen aus den ersten Teilen wirklich schaurig fand! Was es mit der Foundation auf sich hat, muss ich auch mal rausfinden! Danke für den Filmtipp!

    Liebe Grüße
    Jana

    1. Author

      Die Foundation ist eine Art Sekte, aber mehr kann ich dazu nicht verraten! Die schaurigen Figuren sind hier ja nicht mehr da, also könnte der Teil wirklich etwas für dich sein.

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