Rezension: Nummer 365 – Die Lichtbringer

Titel: Nummer 365 – Die Lichtbringer
Autor/in: Sabrina Wolv
Format:  Print // eBook
Seitenanzahl: 344 Seiten
ISBN: 978-3946049043


Klappentext

„Das hier ist die Akademie. Dein neues Zuhause. Du kannst dich geehrt fühlen, Soldat. Von heute an gehörst du zu den Lichtbringern.“
Strudel fühlte sich nicht geehrt, Strudel hatte Angst.

Als der sechsjährige Strudel seinen tyrannischen Onkel tötet, wird er von den Lichtbringern – den uneingeschränkten Herrschern des Lebenserhaltungssystems Eden – in die Akademie gebracht. Dort sollen er und zweihundert andere Kinder in einem tödlichen Training zu Soldaten ausgebildet werden. Gemeinsam mit seinen Freunden Simon und Finan muss Strudel fortan ums Überleben kämpfen. Doch welches Ziel verfolgen die Lichtbringer, und was verbirgt sich hinter „Projekt Neshamah“?

Kann Strudel seine Vergangenheit hinter sich lassen?
Kann er seine Freunde retten?
Wird er überleben?

Rezension

Da ich ein absoluter Dystopiefan bin, war für mich klar das ich dieses Buch lesen muss. Als ich den Klappentext gelesen habe war ich direkt verwundert über den doch sehr außergewöhnlichen Namen “Strudel”. Ich persönlich musste da ma Anfang ja immer an einen Apfelstrudel denken, aber das ist eine andere Geschichte.

Ich kenne bisher keine vergleichbare Dystopie, da wir es hier wirklich mit Kindern zu tun haben. Die Storyline wird auf mehrere Jahre aufgebaut und somit bekommt man eine ganz besondere Verbindung zu den Figuren.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr angenehm und flüssig. Schön detailreich und bildlich was mir persönlich sehr gefallen hat und meinen Lesefluss gefördert hat. Ab und an war er mir allerdings zu detailiert. Ständig haben wir  etwas von der Ausbildung der Kinder gelesen, das wurde mir schnell zu viel und zu langatmig, da hätte ich mir etwas mehr Spannung gewünscht.

Die Storyline an sich ist ziemlich heftig und hat mich oft schwer schlucken lassen, denn die Kinder werden nicht wie Lebewesen behandelt sondern eher wie eine Ware die gekennzeichnet ist. Sabrina Wolv zeigt uns eine Seite die leider in manchen Ländern noch sehr präsent ist: Kindersoldaten.

Zu den Figuren konnte ich nicht komplett eine Bindung aufbauen, da zu wenig individualität in der Geschichte an sich vorhanden waren. Allerdings konnte ich mit ihnen mitfühlen, denn sie durften keine eigene Persönlichkeit entwickeln, sondern mussten funktionieren und gehorchen. Das hat mich doch sehr bewegt. Ich fand nur manchmal das die Geschichte zu wenig  Emotionen von den Kindern zulässt. Kinder würden doch mal weinen, bockig sein und sich versuchen zu wiedersetzen zumindest wenn sie im Teenageralter sind, aber das habe ich in der Storyline doch etwas vermisst. Das hätte für mich etwas mehr “echt” gewirkt.

 

Fazit

Sabrina Wolv hat hier eine außergewöhnliche und doch bedrückende Geschichte erschaffen. Sie ist mutig genug auch Themen zu verarbeiten mit denen man sich in der Realität nicht unbedingt gerne auseinander setzt. Der Schreibstil ist klar definiert und flüssig, aber an der Umsetzung hat es noch etwas gehapert. Für mich war es dennoch eine interessante Storyline die meine Neugier auf den zweiten Teil wecken konnte.

 

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Weitere Meinungen über das Buch:

… Leider bisher noch keine entdeckt …

Wenn du das Buch bereits gelesen und auch rezensiert hast, dann schreib mir einfach ein Kommentar mit deinem Rezensionslinks und ich verlinke dich sehr gerne hier.

 

 

 

 

Bildquelle:
Foto: Stefanie Wirtz
Cover: Sabrina Wolv

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8 Kommentare

  1. Ich lese sehr gerne Dystopien und das klingt sehr spannend! Aber ich weiß nicht, ob ich es lesen könnte. Seit ich Mutter bin, gehen mir solche Geschichten mit Kindern immer sehr nahe. Aber danke für die tolle Rezension!

    Liebe Grüße,
    Diana

    1. Author

      Das wäre dann vielleicht wirklich etwas schwere Kost für dich, obwohl es eher eine Dystopie statt Realität ist.

  2. Liebe Steffi,

    mit Dystopien habe ich ja leider immer so meine Probleme. Wobei mich der Klappentext sehr lockt und ich auch den Namen des Protagonisten irgendwie niedlich finde.
    Da du aber nicht zu 100 Prozent von der Story überzeugt bist, werde ich dem Buch wohl keine Chance geben. Aber ich merke es mir trotzdem. Meine Freundin liest ab und an sowas auch gerne.

    Liebe Grüße
    Mo

    1. Author

      Ich fand es im allgemeinen nicht schlecht, daher vier Sterne, aber tatsächlich gab es 1-2 Punkte die mich etwas gestört haben.

  3. So gar nicht mein Genre, da ich zu viel in dieser Richtung in der Welt schon sehe. Leider nicht ganz so weit weg zur Realität.
    Alles Liebe
    Annette

  4. Nabend,
    das hört sich interessant an. Es gibt Bucher die man verschlingen muss und da nimmt man auch eine kurze Nacht in kauf. Das Buch ist bestimmt so eines.

    LG
    Julia

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