Rezension: Der Leuchtturm an der Schwelle der Zeit

Titel: Der Leuchtturm an der Schwelle der Zeit
Autor/in: Natasha Pulley
Format:  Print // eBook // Hörbuch
Seitenanzahl: 544 Seiten
ISBN: 978-3608986365
Verlag: Klett-Cotta Verlag

 


Klappentext

»Komm nach Hause, wenn du dich erinnerst.«

1898 erwacht Joe Tournier ohne jegliche Erinnerungen am Bahnhof Gare du Roi in Londres. Die Welt steht Kopf: England ist französisch, und Joe wird in eine psychiatrische Klinik eingewiesen. Nur wenig später, als er wieder in Freiheit ist, trifft eine rätselhafte Postkarte bei ihm ein, die 90 Jahre zu ihm unterwegs war.

Auf der Postkarte ist ein Leuchtturm auf einer Insel in den Äußeren Hebriden mit dem Namen Eilean Mor abgebildet, auf der Rückseite steht ein kurzer Text: “Liebster Joe, komm nach Hause, wenn du dich erinnerst. M.”  Was hat es mit dem Leuchtturm auf sich und wie kann ein Mann mittleren Alters aus einer 90jährigen Vergangenheit heraus vermisst werden? Und wer ist M.? Joe macht sich schließlich auf die nicht ungefährliche Reise nach Schottland, um den Leuchtturm zu suchen und findet stattdessen einen Weg in die Vergangenheit. Unversehens gerät er in die Turbulenzen der großen Schlachten zwischen England und Frankreich, die lange vor seiner Geburt entschieden wurden. Schnell wird klar, dass jeder Schritt in die Vergangenheit auch seine Zukunft beeinflusst.

 

 

Rezension

Aufmerksam wurde ich durch das schöne Cover, weil es schlicht, aber dennoch aussagekräftig ist und natürlich sehr gut zum Titel passt. Der Klappentext klang geheimnisvoll und vielversprechend, daher musste ich das Buch unbedingt lesen.

Durch den fesselnden und leichten Schreibstil habe ich mich sehr schnell in die Geschichte hineingefunden. Am Anfang tat ich mich tatsächlich etwas schwer mit den ganzen verschiedenen Zeitsprüngen, aber nach einiger Zeit hatte ich den Dreh heraus und habe mich sehr gut orientieren können.

Die gesamte Storyline mit Joe war absolut spannend und fesselnd zugleich. In mir wurde richtig die Neugier geweckt, weil ich unbedingt wissen musste was mit Joe und seinem Gedächtnis los ist. Die ganzen kleinen Geheimnisse und Geschehnisse entdecken zu dürfen war ein richtiges Abenteuer vom feinsten.

Die Zeitreisen waren immer enorm spannend und historisch sehr gut gelungen. Ich habe jede menge Dinge entdeckt die ich vorher nicht gekannt habe und habe dies als sehr  interessant empfunden. In dieser Geschichte gibt es viele historische Elemente die sehr gut recherchiert und spannend umgesetzt worden. Dadurch das ich mich nicht immer in den geschichtlichen Elementen gut ausgekannt habe, habe ich das Problem gehabt, dass ich nun nicht wusste was tatsächlich so passiert ist oder was durch die Sprünge passiert ist. (Ich hoffe, man versteht was ich meinte!). Aber ganz ehrlich, dass hat der Geschichte nicht geschadet, weil ich die Story einfach feier. Fantasyelemente waren hier weniger vertreten, da der Mittelpunkt auf andere Dinge lag, aber die kleineren Szenen die davon betroffen waren, waren fantasievoll genug. Selbst eine kleine zarte Liebesgeschichte wurde eingebaut, die nicht den Raum geklaut hat, sondern gut dosiert wurde. Ihr merkt also, es ist ein Buch der den perfekten Mix aus vielen Elementen kristallisiert.

Die Charaktere waren sehr authentisch und lebendig. Ich mochte diesen individuellen Touch den die Figuren erhalten haben, weil man somit das Gefühl hatte das die Figuren tatsächlich leben.

Allgemein kann ich von der Geschichte her nicht viel erzählen und verraten, weil die Gefahr gespoilert zu werden enorm hoch ist, aber was ich verraten kann: Die Story ist sehr strukturiert, fantasievoll und detailreich. Langeweile kommt hier wirklich nicht auf, weil es einfach wunderbar geschrieben  wurde. Die Handlungen und auch das Setting ist sehr bildgewaltig dargestellt worden, so dass man ein kleines, aber feines Kopfkino hat und sich die Umgebungen und Szenen sehr gut vorstellen konnte.

Die Spannung zog sich wie ein roter Faden durch das gesamte Buch, allerdings empfand ich die Seeschlachten manchmal als etwas langatmig und diese hätten in meinen Augen gerne etwas kürzer ausfallen dürfen, aber es gibt sicherlich viele die das auch wiederum gefeiert haben.

Mit dem Ende war ich sehr zufrieden und konnte das Buch mit einem traurigen und lachenden Auge zur Seite legen, weil ich mich ungern verabschieden wollte.

 

 

Fazit

Natasha Pulley hat mit “Der Leuchtturm an der Schwelle der Zeit” einen ausgereiften, spannenden und interessanten Roman gezaubert. Der Mix zwischen fantasy und historischen Elementen war genau richtig und hat bei mir durchaus punkten können. Die Geschichte ist gut strukturiert und recherchiert worden, so dass es ein tolles rundes Leseerlebnis geworden ist. Ich fühlte mich immer gut unterhalten und habe das Buch wirklich sehr gemocht. Absolute Empfehlung!

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Weitere Meinungen über das Buch:

… Leider bisher noch keine entdeckt …

 

 

 

Bildquelle:
Foto: Stefanie Wirtz

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