Sind wir Blogger nur noch günstige Werbung?

Hallo meine Lieben,

heute melde ich mich zu einem sehr wichtigen Thema zu Wort, was mir persönlich schon länger auf dem Herzen liegt. Lange habe ich überlegt ob ich es wagen soll diese negativen Aspekte anzusprechen oder ob ich lieber schweigen soll. Ich habe mich dazu entschieden, meine Meinung zu äußern, da in der Bloggerszene leider nicht immer alles “rosig”ist. Ich möchte keinen Streit oder sonstiges auslösen, sondern mich respektvoll mit euch über dieses Thema unterhalten und hoffe, das ich es nicht bereuen werde.

Ich blogge nun seit fast drei Jahren und muss gestehen das ich einen starken Wandel bemerke. Ich persönlich würde mich als Bloggerin aus Leidenschaft beschreiben. Ich blogge über alles was mich bewegt und interessiert und stehe hinter jedem Beitrag den ich veröffentliche oder auch teile. In letzter Zeit ist mir allerdings ein trauriger Punkt aufgefallen und zwar werden wir Blogger immer mehr als kostenlose Werbetafel missbraucht. Unsere Beiträge werden teilweise als selbstverständlich angesehen und es wird nicht mehr darüber nachgedacht das jeder Beitrag, jede Rezension und auch das streuen von Beiträgen der Autoren arbeit ist und auch Zeit kostet.

Ich habe wirklich großartige Autoren kennenlernen dürfen, die auch mit Herzblut schreiben und unsere Blogbeiträge nicht als selbstverständlich ansehen, allerdings treffe ich in letzter Zeit öfters die umgekehrte Medaille. Ich wurde erst letztens wieder angefragt ob ich das Buch von einem bisher unbekannten Autor lesen mag. Der Klappentext hat mich auch neugierig gemacht und jeder der mich etwas genauer kennt, der weiß, ich helfe gerade den noch unbekannten Autoren total gerne. Ich hatte daher höflich gefragt ob man denn ein Rezensionsexemplar als eBook erhalten könnte, da ich nicht in der Lage bin mir wirklich alle Bücher selber zu kaufen. Daraufhin kam nur die Antwort: “Das eBook kostet doch nur XY und man müsste auch etwas verdienen.” (Wir sprechen hier von einem Preis von 5-8 EUR, genauer werde ich es nicht benennen und ich werde auch keine Namen nennen, da ich keine Schlammschlacht eröffnen möchte!) Nun kommen wir zu dem Punkt der mich wirklich getroffen hat… Natürlich möchte ein Autor Geld an seinem Buch verdienen, aber wieso ist seine Arbeit mehr Wert als meine Arbeit? Ich lese das Buch, ich rezensiere das Buch, ich versuche das Buch optisch positiv in meinem Beitrag zu gestalten, ich teile es in mehreren Portalen und Social Media Kanälen, damit jedes Buch, jeder Autor und jede Idee eine Chance bekommt, aber das ist selbstverständlich? Ich wollte keine Printbuch, nein, denn ich weiß das es viel zu teuer ist, aber ein eBook als Gegenleistung wäre doch in Ordnung. Eine Hand wäscht die andere Hand. Hier geht es auch nicht um das Rezensionsexemplar an sich, sondern eher darum, das ich selber angeschrieben wurde, aber die Person von mir erwartet das ich meine ganze Zeit investiere ohne Gegenleistung oder Anerkennung und das ist der Punkt der mich verletzt und schockiert.

Oder wie oft bekomme ich eine Mail ohne Anrede nur mit der bitte: „Kannst du mein Cover teilen“?  Dann sogar oft von einem Genre was ich weder lese oder jemals vorgestellt habe… Warum wird sich nicht vorher kurz informiert über die Person hinter dem Blog?

 

Warum wird das Bloggen heute als selbstverständlich angenommen? Was hat sich in den letzten Jahren verändert? Liegt es daran, dass es schon zu “viele” Blogger gibt und man daher die Arbeit nicht mehr wertschätzt? Bloggen ist für mich fast wie ein Nebenjob. Ich verbringe Stunden am Laptop um meine Beiträge zu schreiben. Eine Rezension oder ein anderer Artikel schreibt sich nicht von selber und ich wünsche mir, dass dies auch anerkannt wird.

Mir ist auch aufgefallen das erwartet wird, das man jeden Beitrag teilt sobald man in einem Bloggerteam ist. Natürlich sollte das der Fall sein, wenn man einen Autor Unterstützung zusagt, aber wenn mir mal ein Beitrag nicht gefällt, dann teil ich ihn auch nicht. Das ist mein Blog und ich möchte entscheiden was ich teile und nicht andere. Nur weil ich Unterstützung zusage muss mir aber nicht automatisch alles gefallen.

Ich bin froh, dass ich ganz viele tolle Autoren kennenlernen durfte und ich liebe es mit ihnen Aktionen und andere Dinge auf die Beine zu stellen. Manchmal, aber nur manchmal, da kommt der Punkt wo ich mich über die oben genannten Dinge wirklich ärgere, aber dann erinnere ich mich an die positiven Momente und Begegnungen und mein Ärger verfliegt. Natürlich gibt es auch den einen oder anderen Verlag für den Werbung als selbstverständlich erscheint, aber dazu kommen wir in einem anderen Beitrag, denn das sprengt den Beitrag hier.

 

Was habt ihr bisher für Erfahrungen gemacht? Sehe ich es zu streng und verklemmt oder stimmt ihr mir in einigen Dingen zu? 

Gerne darfst du meinen Beitrag teilen

37 Kommentare

  1. Endlich, merken auch andere Menschen, dass der Blick auf die Welt in Bezug auf ” ich will selber maximal für meine Leistung bezahlt werden” gegen ” ich will so wenig wie irgend möglich für Deine Leistung zahlen! extrem verschoben ist. Schon Jahre lang nerven mich die kostenlosen Challenges, Webinare, E-Books etc. Meine Patienten glauben seit dem, auch ich müsste mein Können und Wissen größtenteils verschenken. Aber Qualität hat ihren Preis! Wir Blogger verschenken mit unseren Beiträgen viel Know-how, was selten gewürdigt wird.
    Alles Liebe
    Annette

    1. Author

      Ja, leider begegnet mir das in letzter Zeit immer öfters und daher musste ich mir das aus der Seele schreiben.

  2. Hey,

    ja das sehe ich auch so. Diesen Wandel habe ich auch bemerkt und es gibt wirklich viele Firmen die sehen Blogger als kostenlose Werbetafel wie du es beschrieben hast.
    Wir stecken so viel Zeit & Mühe in unsere Beiträge und Fotos, das sollte auch anerkannt werden. LG Melissa

  3. Hey!
    Ein interessanter Beitrag, dessen Erfahrung ich zum Glück nicht im großen Umfang teilen kann. Ich blogge jetzt seit 12 Jahren und davon seit 8 Jahren über Bücher.

    Bisher muss ich sagen, dass die Zusammenarbeit mit den Verlagen und Autoren überwiegend von sehr viel gegenseitigem Respekt geprägt ist. Solche Beispiele, wie du sie hier berichtest sind mir bisher sehr selten untergekommen und da lehne ich eine Zusammenarbeit dann auch ab.

    Ich bin derselben Ansicht wie du. Kommt ein Autor oder ein Verlag auf mich zu und bittet um eine Rezension, dann ist es selbstverständlich, dass er mir auch mindestens das ebook kostenlos zur Verfügung stellt. Wie du ja ganz richtig zusammenfasst investieren wir Blogger unsere Freizeit in das lesen, rezensieren, etc. der Bücher. Aus meiner Sicht muss es ein Geben und ein Nehmen sein und das kostenlose ebook ist als Gegenleistung für meine Arbeit nicht zu viel verlangt. Bei mir kann sich der Autor als Gegenleistung für das kostenlose ebook auf eine zeitnahe Rezension verlassen. Und da kommen wir zur anderen Seite der Medallie.

    Es scheint auch unter Buchbloggern immer verbreiteter zu werden, dass man der Meinung ist, selbst angefragte Rezensionsexemplare nicht rezensieren zu müssen. Diese Ansicht ist mir in letzter Zeit vermehrt über den Weg gelaufen und da bin ich dafinitiv anderer Ansicht. Frage ich ein Rezensionsexemplar an, dann lese und rezensiere ich es auch. Das ist meine Pflicht. Gerade vor Kurzem wurde ich mit einem Buch tatsächlich so überhaupt nicht warm. Da habe ich der Autorin angeboten, ihr das Buch zu bezahlen und auf die Rezension zu verzichten. Sie hatte Verständnis und wollte kein Geld von mir, was ich sehr großzügig fand. Ich finde nämlich schon, dass sie ein Recht auf die Rezension gehabt hätte.

    Von daher scheint es mir so, dass der gegenseitige Respekt vor der Arbeit des anderen teilweise nicht da zu sein scheint. Ich glaube aber, dass dies noch immer Ausnahmen sind und die meisten Blogger, Autoren und Verlage sehr wertschätzend miteinander umgehen.

    Hab ein schönes Wochenende
    LG
    Yvonne

    1. Author

      Liebe Yvonne,

      hab vielen Dank für dein langes Kommentar und auch für den Meinungsaustausch.

      Bisher habe ich auch nur mit einem einzigen Verlag etwas schlechtere Erfahrungen gemacht und das war auch noch ein relativ unbekannter. Allgemein habe ich auch positive Erfahrungen mit Verlag und Autor gemacht, aber ab und zu sind da doch die schwarzen Schafe und in letzter Zeit gerade im Autorenbereich sind mir häufiger welche über den Weg gelaufen, daher wollte ich mir mal etwas Luft machen. 🙂

      Die Einstellung mit dem nicht rezensieren müssen finde ich persönlich schlimm und wirklich ein Armutszeugnis für uns Blogger. Wenn man sich nicht auf unser Wort verlassen kann, worauf dann?

      Lg
      Steffi

  4. Hallo 🙂

    Mir sind solche Autoren die letzten Monate auch des öfteren begegnet. Einer hatte mir sogar ein kostenloses Exemplar ungefragt zugesendet und wollte einen dauerhaften Link auf meiner About-Me-Seite und wenn ich keine Zeit für eine Rezension habe, dann hätte er die mir auch noch geschickt. Dabei hatte das Thema gar nichts mit meinem Blog zu tun und kurz darauf kam auch ein anderer Autor auf die Idee. Beide Male waren es so 40 Seiten Bücher, die wirklich nicht toll waren.
    Ich finde es einfach schlimm, wenn solche Autoren quasi das Gesamtbild zerstören. Die meisten Autoren sind doch recht nett und freuen sich über ehrliches Feedback und sieht es halt nicht als selbstverständlich an, dass jemand für einen geringen Preis Werbung für sie macht!

    Wobei ich so einen Gedankengang durchaus nachvollziehen kann bei Bloggern mit kleinen Blogs, die wirklich nur Rezensionsexemplare rezensieren und sonst nur den ein oder anderen unbekannten Autor erwähnen. Da hat dann das ganze wirklich etwas von einer reinen Werbeplattform. Und ich kenn auch Blogger die dann nur 08/15 Rezensionen mit 2 Sätzen verfassen bei Rezensionsexemplaren und da kann ich den ein oder anderen Autor schon verstehen, wenn er so etwas nicht wertschätzt. Aber wenn man sich als Autor Mühe macht und sich einige Rezensionen des Bloggers durchliest, dann merkt man ja ob sich einer Mühe gibt oder eben nicht. Und so eine Arbeit sollte man schon zu schätzen wissen.

    Bisher hat mich noch keiner darum gebeten ein Buch zu kaufen für eine Rezension und ich glaube das würde ich dann auch nicht machen.

    LG

    1. Author

      Hallo Peanut,

      genau das finde ich eben auch, wenn man einen Blog mit individuellen Rezensionen und Beiträgen führt, dann sollte diese Arbeit doch wertgeschätzt werden, alles andere wäre unfair. Die Autoren möchten ja auch das wir ihre Werke gut behandeln und wenn es mal eine schlechte Rezension gibt, diese auch gut begründen damit man es nachvollziehen kann.

      Ich hatte auch mal ein Erlebnis mit einem Autor, der wollte mir als Gegenleistung ein Print schicken, aber vorher sollte ich eine 5 Sterne Bewertung auf dem großen A hochladen, die er mir “freundlicherweise” bereits geschrieben hat. Ich habe dankend abgelehnt und diesen Autor aus meiner Liste entfernt.

      Lg
      Steffi

  5. Liebe Steffi,

    manchmal bist du mir ja unheimlich. Genau das Thema spukt auch in meinem Kopf herum und steht auf meiner “da rüber möchte ich unbedingt einen Beitrag schreiben” – Liste.

    Diese Beobachtung habe ich leider auch schon gemacht und ärgere mich sehr darüber. Ja, ich bin nur ein kleiner Blogger und erreiche mit meinen Rezensionen und Vorstellungen sicher nicht so viele, wie die ganz großen im Bücherbusiness. ABER auch ich sitze mitunter Stunden an nur einer einzigen Rezension. Viele sehen das gar nicht mehr. Auch nicht, dass wir durchaus auch noch ein Privatleben haben. Ganz zu schweigen von einem Job. Wenn wir ehrlich sind, (sorry wenn das jetzt mal so krass gesagt wird) bloggen wir weit unter Mindestlohn. Bevor sich hier wer aufregt, ich mache das gern UND weil ich Spaß daran habe. NICHT weil ich Geld verdienen möchte. Dennoch sollte sich das mal der ein oder andere zu Herzen nehmen. Auch wir investieren Zeit und das nicht gerade wenig. Ganz zu schweigen davon, dass ein selber gehosteter Blog auch Geld kostet. Das bezahlen wir aus unserer eigenen Tasche. Da dürfen wir zumindest erwarten, dass unsere Arbeit geschätzt wird.

    Dein Beispiel hatte ich mit einem Verlag. Der suchte damals Blogger für sein Team. Erst hieß es, ich sei nicht gut genug und man würde mich auf die “Warteliste” setzen. Nach einem Jahr trat der Verlag dann auf mich zu und ich wurde in das Team aufgenommen. Und was sollte ich machen? Fleißig deren Werbung teilen. Gegenleistung? Keine. Die Bücher kaufen. Sorry, so stelle ich mir keine Zusammenarbeit vor.

    Auf der anderen Seite gibt es aber auch unter uns Bloggern schwarze Schafe. Wie oft habe ich schon Autoren gehört, wo Blogger die Bücher kostenlos abgestaubt haben und dann hörten man nichts mehr von ihnen. Damit schaden diese Blogger auch uns, denn da vieles virtuell geschieht, braucht es einen Vertrauensvorschuss.

    Eine gegenseitige Wertschätzung und Rücksichtnahme ist glaube ich das A und O. Wir sind nicht für alle eine günstige Werbewand und es gibt auch viele Autoren und Verlage die viel für uns leisten. Umgekehrt genauso. Zum Glück!!!!

    Liebste Grüße,
    Mo

    1. Author

      Hallo Mo,

      du sprichst mir echt aus der Seele, vielleicht sind wir Bloggerzwillinge? Hihi

      Ich sehe das wie du und bin froh, bisher so viel positives Feedback von euch lesen zu dürfen, denn ich hatte Angst einen Shitstorm auszulösen.

      Es gibt auf jeder Seite schwarze Schafe, leider, aber wir haben ja zum Glück das Recht uns die “richtigen” Leute herauszupicken und mit ihnen zu arbeiten.

      Den Punkt mit der Freizeit und der Arbeit habe ich total vergessen, aber verdeutlicht mir umso mehr wie wichtig dieses Thema ist, dass die Bloggerarbeit ebenso wertgeschätzt werden muss, wie das Werk des Autors.

      Lg
      Steffi

      1. Liebe Steffi,

        stimmt, manchmal herrscht bei uns schon eine gewisse Symbiose :).

        Die Angst vor einem Shitstorm kann ich gut verstehen, dennoch finde ich deinen Mut bewundernswert. Immerhin trauen sich nur wenige ihre Meinung öffentlich zu sagen.

        Ich bin auch froh, dass wir zur Not “Nein” sagen und ablehnen können. Aber gerade als Neuling ist das am Anfang doch ziemlich schwer.

        Für dich weiterhin nette Autoren und Verlage.

        Liebe Grüße,
        Mo

  6. Das Problem ist, das Unwissende sich einfach nicht vorstellen können, wie viel Arbeit das Bloggen ist. Und so dreiste Anfragen gibt’s einfach immer wieder. Bis lang hatte ich Glück, so war’s noch nicht bei mir. Allerdings gibt’s ja immer diese „Do – Follow“ Anfragen, die ich ich wirklich dreist finde.

    Liebst,
    Sarah von http://www.vintage-diary.com

    1. Author

      Das stimmt leider, viel zu oft denken die Menschen das man da mal schnell was hin klatscht, dass da aber meist mehrere Stunden hinter stehen, das wird nicht gesehen.

  7. Ich persönlich denke nicht, dass es zu viele Blogger gibt, aber vielleicht zu viele, die damit verbissen Geld verdienen wollen. Das drückt den Preis und meines Erachtens auch die Qualität der Beiträge. Jemand der Ahnung von Blogger Relations hat, wird auch Gegenleistung in die Hand nehmen um sein Produkt zielgruppengerecht an den Mann/die Frau zu bringen. Wenn nicht, kennt sich die Person/Firma nicht aus, oder ist schlicht dreist. Bloggen ist auch Arbeit, vor allem Zeit, die in irgendeiner Form abgegolten werden sollte. Dementsprechend kann ich dich verstehen, dass di die Kooperation ablehnst (abgesehen davon, dass Kooperationen zum Blog passen sollten ).
    LG
    Carina

    1. Author

      Ja, solche Anfragen nehme ich grundsätzlich nicht mehr an. Mit jedem Autor den ich unterstütze steckt mein Herzblut mit drin. Ich will das Buch verbreiten und anderen zeigen wie toll es ist und als Dank möchte ich, das meine Arbeit ebenso wertgeschätzt wird und respektvoll behandelt wird.

  8. Da ich ja einen Reiseblog habe, kenne ich dieses Problem bisher Gott sei Dank noch nicht. Allerdings bekomme auch ich diese „Do Follow“ Anfragen, worauf ich natürlich überhaupt nicht reagiere. Ich finde das einfach unverschämt und keiner Antwort würdig.
    Liebe Grüße
    Sigrid

  9. Also ich bekomme auch manchmal unpersönliche und teils unverschämte Anfragen. Den Firmen schicke ich aber trotzdem mein Mediakit mit Tarifliste, alleine schon deshalb, weil die dadurch vielleicht mal umdenken und erkennen, dass Arbeit auch ihren Preis hat. Dann kommt bei solchen Firmen nichts mehr zurück. Seriöse Firmen wissen, was ihnen solch eine Kooperation bringt, zahlen den Betrag gerne und wollen auf Augenhöhe zusammenarbeiten. Ich finde es unverschämt, wenn Leute glauben, dass die Arbeit der anderen nichts wert ist. Das ist ja leider oft der Fall, wenn einem die Arbeit auch noch Spaß macht. Aber ich kann ja auch nicht zum Webdesigner sagen “mach mal meine Seite für lau” dafür darfst du sagen du hast sie für mich gemacht. Solche Arten von Anfragen hatte ich nämlich auch schon 😉 Arbeit hat immer ihren Preis!!!

    Ich sehe mich übrigens auch als Bloggerin aus Leidenschaft, weil ich das Schreiben ansich schon so liebe und natürlich auch die Themen über die ich berichte 😉 Ich freue mich auch immer über Austausch mit meinen Leserinnen und gehe nur Kooperationen ein, von denen ich sicher bin, dass Lesergruppe, Blog, Produkt und ich zusammenpassen 😉

    1. Author

      Genau so sehe ich es auch! Du brinst es auf den Punkt. Ich würde dich auch als leidenschaftliche Bloggerin beschreiben, denn deine Beiträge sind wunderbar!

  10. Hey Du, ich kann mich da meinen Vorrednerinnen nur anschließen. Was Du da erlebst, so geht es mir auch! Sie schicken mir wenn überhaupt nur das Produkt kostenlos zu, aber ich soll es überall zeigen und am Besten noch ein Video dazuposten. Das liegt aber daran, dass es wirklich viele Blogger gibt, die das machen. Ich lehne das ab, denn schon alleine die Videobearbeitung, die Fotos, schreiben eines originellen Beitrags, ist doch mehr wert! Ich habe einen Stundensatz, dazu kommt dann die Videobearbeitung. Umsonst gibts nix, aber das wünschen sich halt alle!

    Lieben Gruß, Bea.

    1. Author

      Das kann ich absolut verstehen, wenn es ein Herzensprojekt ist, dann investiert man super gerne die Zeit und den Aufwand, aber wenn es dann auch noch ein Produkt ist, wo man evtl. überhaupt nicht hinter steht, dann würde ich die Kooperation auch völlig ablehnen.

  11. Hallo, also das finde ich auch nicht gut, du sollst über das Buch bloggen – aber das Ebook sollst dennoch bezahlen?! Geht ja mal gar nicht… So ein Blogbeitrag kostet viel Mühe und Zeit und für den Autor ist es doch eine prima Werbung. Würde er sonst wo Werbung schalten würde es den Autor weitaus mehr kosten als wenn er dir das Ebook kostenfrei zur Verfügung gestellt hätte! LG, Janina

    1. Author

      Ja, ich habe die Zusammenarbeit auch abgelehnt, da es zu dreist für mich persönlich war. Ich unterstütze gerne, aber nicht auf so einer Art und Weise.

  12. Ich denke das viele einfach nicht den Wert unserer Arbeit zu schätzen wissen und das ist echt schade. Ich hoffe das ändert sich irgendwann

  13. Stimme dir da vollkommen zu, man wird / die Arbeit eines bloggers wird garnicht wert geschaetzt.
    Und in den letzten jahr klar hat sich viel verändert. .lg :*


  14. Schönen guten Morgen!

    Ein wirklich toller Beitrag, schön dass du es mal aussprichst 🙂
    Ich selber sehe mich nicht als Werbeplattform, auch wenn uns das ja ständig unterstellt wird. Ich mag über Bücher bloggen, weil ich das Lesen liebe und meine Meinungen mit anderen teilen, ob positiv oder negativ. Natürlich gehört es auch dazu meine Begeisterung zu teilen, aber eben auch, wenn mir ein Buch nicht gefällt.

    Die viele “Arbeit” die hinter den Beiträgen steckt sehen anscheinend immer weniger, was ich echt schade finde. Und hinter dem Blog stehe ICH, mit MEINER Meinung und den Beiträgen, die ich zeigen möchte und nicht, die andere vorgeben 😉

    Ich hab deinen Post heute auch in meiner Stöberrunde geteilt!

    Liebste Grüße, Aleshanee

  15. Hallo
    ein toller Beitrag. Deinem Gedankengang stimme ich zu. Ich verstehe auch, dass ein Autor gerne etwas verdienen möchte, aber eine “kostenlose” Rezension und Werbung haben zu wollen und dann zu verlangen, dass der/die BloggerIn das Buch käuflich erwirbt finde ich die falsche herangehensweise.
    Finde solche Äußerungen auch ziemlich dreist. Zum Glück hatte ich noch keine Erfahrungen in diese Richtung.

    Liebe Grüße
    Lilly

    1. Author

      Ich bis zu diesem Zwischenfall auch nicht wirklich, vielleicht mal kleine Dinge, aber nicht sowas großes wie an diesem Tag.

  16. Naja … Autoren, die Rezi-Exemplare bezahlt haben wollen, haben das Business nich verstanden 🙂 Das kann Unwissenheit oder Dreistigkeit sein.

    Mir ist mit den Jahren bewusst geworden, dass meine Texte tatsächlich einen “Wert” haben – weniger in Geld, aber in Zeit. Es dauert einfach, ein buch zu lesen und zu besprechen. Blogger im Bereich Beauty und Lifestyle fangen bei 50 – 100 EUR an – für einen Beitrag von der Länge mancher Rezi. Außerdem bekommt man, egal bei welchem Influencer, nicht nur einen Beitrag, sondern Vertrauen, einen Knotenpunkt. Wenn’s gut läuft, empfielt man den Autor weiter.

    Dennoch bin ich dankbar dafür, dass es ein “Rezensionsexemplar” ist und ich die Freiheit habe, keine Rezi zu tippen. Das hat natürlich Grenzen, aber … ich weiß nich, wie es ist, wenn man beruflich und privat ständig Rezis schreibt 🙂

    1. Author

      Bei der Autorin war es dreistigkeit, weil sie mir ja geschrieben hat, dass sie nicht zu verschenken hat…Aber ich sollte meine Zeit verschenken und das fand ich echt völlig daneben …

  17. Hallo Stefanie,

    ich habe deinen Blog bzw. den Beitrag durch Weltenwanderers Stöberrunde entdeckt. Ich bleibe gleich da, da es mir hier sehr gut gefällt :D.

    Ich muss gestehen, dass mich den Beitrag gerade schockiert, nicht, weil ich nicht deiner Meinung bin, sondern weil ich es so nicht erlebt habe.
    Diese Anfrage ist mehr als nur frech! Ich werde ab und an zwar auch von Autoren angeschrieben, aber bei allen stand bei der Mail sogar dabei, dass sie mir gerne ein ReziEx zukommen lassen würden. Ich mache es zwar mittlerweile auch gerne so, dass ich mir das Buch – wenn es mich anspricht, ich aber im Moment keine Zeit für ein neues ReziEx habe –selbst zulege, um es dann ohne Stress lesen zu können, immerhin sollen ReziEx ja nicht zu lange auf dem SuB liegen. Aber davon ausgehen, dass du dir das Buch kaufst und dann dennoch viel mehr Arbeit in das Buch zu investieren, als du es bei anderen Büchern machen würdest? Frech.

    Das tut mir ehrlich leid für dich, dass du solch negative Erfahrungen gemacht hast. Ich habe es schon von anderen gehört, aber selbst nicht erlebt. Ich bin in meine Bloggerteams und kooperiere mit ein paar Verlagen, aber selbst da fällt es mir nicht auf. Oder ich bin zu resistent und blind dem gegenüber. Auch gut möglich ;P.
    Ich mache auch keinen Hehl daraus, dass Bloggen mein Hobby ist und wenn Job oder Freunde nach mehr Zeit verlangen, dann ist es eben so.

    Ich finde nicht, dass du übertreibst, denn es muss immer ein gegenseitiger Respekt vorhanden sein. Wenn die andere Seite dich nicht respektiert, dann ist sie nicht deine Zeit wert.
    So sehe ich das jedenfalls!

    Ich wünsche dir alles Gute und hoffe, dass du dir deine Blogger-Lust wegen solchen Leuten nicht verdirbst.

    Alles Liebe,
    Tina
    von Tianas Bücherfeder

    1. Author

      Schön, das du das genauso siehst. Ich habe nun auch nicht übertrieben viele schlechte Erfahrungen gesammelt, aber dieses Erlebnis hatte mich wirklich schockiert, daher musste ich mir das von der Seele schreiben.

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